Vorbereitung

Gesuchsunterlagen

Jedes Bauvorhaben beinhaltet Risiken. Diese Risiken ganz auszuschliessen, ist nahezu unmöglich. Jedoch mit einer soliden Vorbereitung können negative Erfahrungen erheblich reduziert werden. Ein Bauvorhaben beginnt mit der strategischen Planung. Das Erkennen der möglichen Risiken hat dabei oberste Priorität.

Bewilligungspflicht

Eine Baubewilligung gemäss § 309 Planungs- und Baugesetz (PBG, LS 700.1) ist erforderlich für die Errichtung, Änderung und Nutzung von Bauten und Anlagen sowie die Beseitigung von Gebäuden in Kernzonen.

Der reine Unterhalt von Bauwerken sowie kleinere innere Umbauten und Vorhaben von untergeordneter Bedeutung gemäss §1 der Bauverfahrensverordnung (BVV, LS 700.6) sind nicht baubewilligungspflichtig.

Die Voraussetzung einer Bewilligung ist im Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG, SR 700) im Art. 22 geregelt. Bauten und Anlagen müssen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Das Vorhaben muss den Vorschriften des Planungs- und Baugesetzes entsprechen. Und das Land muss erschlossen sein.

Frühzeitig planen

Da mit dem Bauen erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung, der Erfüllung aller auf den Baubeginn hin gestellten Nebenbestimmungen und der schriftlichen Baufreigabe durch die zuständige Baubehörde begonnen werden darf, ist möglichst frühzeitig mit der Planung zu beginnen und das Baugesuch entsprechend den Verfahrensfristen rechtzeitig einzureichen.

Mit Inkrafttreten der neuen Abfallverordnung müssen Baubewilligungsgesuche Auskunft geben über die anfallenden Bauabfälle, deren Schadstoffbelastung sowie deren Entsorgung (Entsorgungskonzept). 

Vorbesprechen

In komplexen Fällen ist es zweckmässig, das Bauvorhaben mit dem Bauamt/Bausekretariat der Gemeinde/Stadt vorzubesprechen bzw. sich über die gesetzlichen Grundlagen und die erforderlichen Bewilligungen zu informieren. Auch in Bezug auf die einzureichenden Unterlagen / Anzahl wird empfohlen, diesbezüglich nachzufragen.

Merkblätter

Viele kommunale Baubehörden und kantonale Fachstellen haben Merkblätter zu den verschiedensten Sachbereichen des Bauens.
Die Merkblätter können direkt bezogen werden oder in den meisten Fällen auf dem Internet eingesehen werden.

Nachbarn orientieren

Es ist vorteilhaft, die betroffenen Nachbarn frühzeitig über das Bauvorhaben zu orientieren und soweit vertretbar auf ihre Anliegen einzugehen. Dadurch können allenfalls zeitraubende Rekursverfahren vermieden werden.

Spezialisten beiziehen

Das korrekte Darstellen von Plänen und Ausfüllen der Formulare ist oft nicht einfach und erfordert in vielen Fällen den Beizug von Fachleuten (Architekten / Planern / Ingenieuren / etc.). Mangelhafte oder unvollständige Gesuchsunterlagen werden konsequent zurückgewiesen. Es empfiehlt sich deshalb, rechtzeitig Fachleute für das Planen und die Ausfertigung der Baueingabe beizuziehen, da ansonsten mit Verzögerungen im Bewilligungsablauf zu rechnen ist.