Umweltbereiche

Abwasservorbehandlung auf Baustellen

Neutralisation

Neutralisationsanlagen dienen dazu saure und alkalische Abwässer zu neutralisieren, so dass der pH-Wert zwischen 6.5 und 9.0 liegt. Die Neutralisation mit Kohlensäure kann Trübungen verursachen. Für eine Einleitung in ein Gewässer ist eine Flockungsstufe nötig. Die Neutralisation mit Salz- oder Schwefelsäure entspricht nicht dem Stand der Technik.

Flockung

Oft entstehen bei einer Fällung nur feinflockige oder feindisperse Stoffe, die lediglich Trübungen verursachen. Eine Abtrennung dieser Fällprodukte durch Sedimentation oder Filtration erweist sich dann als sehr aufwendig oder undurchführbar. Um solche negativen Effekte auszuschließen, wird nach dem Fällvorgang dem Abwasser ein Flockungshilfsmittel (FHM) zudosiert. Die Wirkung der FHM beruht darauf, daß sie freie Valenzen besitzen, die auf die Schwebstoffe wirken und sie zusammenbringen. Dadurch bilden sich größere Flocken, die sich beschleunigt absetzen. So ergeben sich geringere Absetzzeiten und kleinere Absetzbehälter.

Flockungshilfsmittel

Flockungshilfsmittel (Abk. FHM, Sedimentationsbeschleuniger). Sammelbezeichnung für linear makromolische Verbindungen, die das Zusammenballen der Mikro-Flocken bewirken sollen, wodurch ihre Abscheidbarkeit durch Sedimentation u./od. Filtration wesentlich verbessert wird. Weil ein Verbleib von FHM-Resten im behandelten Wasser möglichst vermieden werden muss, ist die eingesetzte Menge besonders sorgfältig zu bemessen.

Sedimentation

Die Dichte der zu sedimentierenden Stoffe muss grösser sein als die des Wassers, damit sie in diesem nach unten sinken. Zur Abscheidung der Feststoffe im Druchlaufverfahren benutzt man Schlammabscheidungsbecken, deren Nutzvolumina dem Abwasser eine bestimmte mittlere theoretische Verweilzeit bieten. Bei dem zur Sedimentation eingesetzten Schlammabscheidungsbecken muss dem Abwasser, während es dieses durchströmmt, genügend Zeit gegeben werden, damit sich die Feststoffpatikel absetzen können.