Umweltbereiche

Invasive Neobiota auf Baustellen

Asiatische Knötericharten (Japan-, Himalaja-, Sachalin oder Bastardknöterich) und Essigbaum (siehe Merkblatt von info flora) sind gebietsfremde Pflanzen, die in der Schweiz Probleme bereiten. Sie gefährden die Biodiversität und die Infrastruktur. 

Erdverschiebungen sind ein wesentlicher Faktor für die Verbreitung dieser Neophyten. Boden, der diese Pflanzen enthält gilt als biologisch belastet und muss korrekt entsorgt werden.

Ab 1. Januar 2012 muss deshalb im Kanton Zürich bei Bauvorhaben, bei denen eine biologische Belastung des Bodens mit Asiat. Staudenknöterichen oder Essigbäumen vorliegt, zusätzlich zum kommunalen Baugesuchsformular das Zusatzformular "Belastete Standorte und Altlasten (inkl mit Neobiota belastete Standorte)" bei der Baubehörde eingereicht und ein Altlastenberater/Externer Befugter beigezogen werden (Liste Altlastenberater/Externe Befugte).

Auf der Homepage des Fachverbands der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie (FSKB) finden Sie eine Liste mit Kiesgruben im Kanton ZH, welche biologisch belasteten Aushub annehmen.

Ist der Boden zusätzlich chemisch oder physikalisch belastet gelten die zusätzlichen Bestimmungen des Bodenschutzes und der Altlasten.

Biologische Grundlagen

Die Asiatischen Staudenknöteriche bilden Rhizome (unterirdische Wurzelausläufer), die bis 3m in die Tiefe des Bodens reichen können. Schon kleine Wurzelstücke sind fähig wieder auszuschlagen und neue Bestände dieser unerwünschten, kaum zubekämpfenden Pflanzen zu bilden. Ähnlich verhält es sich beim Essigbaum.

Rechtliche Grundlagen

Gemäss FrSV Artikel 15 Abs. 3 darf Bodenaushub, der mit invasiven Neophyten gemäss Anhang 2 belastet ist, nur am Entnahmeort verwertet werden oder so entsorgt werden, dass eine Weiterverbreitung dieser Organismen ausgeschlossen ist.