Bauten & Anlagen an besonderer Lage

Befindet sich eine Baute oder Anlage an einer besonderen Lage oder einem belasteten Standort, so ist sie möglicherweise von geltendem Bundesrecht, einer Schutzanordnung, geschützten Inventaren oder sonst einer übergeordneten Verordnung betroffen. An solchen Lagen gelten oft erhöhte Anforderungen oder gar Bauverbote.

Die nachfolgende Auflistung (gemäss Anhang BVV) zeigt auf, für welche Bauvorhaben es kantonale Bewilligungen, Genehmigungen, Konzessionen oder eine erhöhte Baubegleitung braucht.

1. Bauten und Anlagen an besonderer Lage

1.1 an Staats- und Nationalstrassen

1.1.1 an bestehenden oder geplanten Staatsstrassen und an Routen für Ausnahmetransporte (ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur) bezüglich der Übereinstimmung mit den Vorschriften über

  • die Bau- und Niveaulinien
  • planungsrechtliche Baureife, soweit Verkehrsplanungen (Verkehrsplan und Bau- und Niveaulinien) fehlen oder in Änderung stehen
  • Abstände von Strassen
  • Verkehrssicherheit und Sicherheit des Strassenkörpers

Reklamen an Staatsstrassen bedürfen keiner kantonalen strassenpolizeilichen Beurteilung. Allerdings ist eine Bewilligung des Statthalters und der Gemeinde notwendig. Davon ausgenommen sind Reklamen im überkommunalen Ortsbild oder bei Schutzobjekten. Eine Konzession des Grundeigentümers ist erforderlich (siehe 1.1.3)

1.1.2 innerhalb von Projektierungszonen oder Baulinien für Nationalstrassen

1.1.3 mit Beanspruchung von kantonalem öffentlichem Grund

1.2 ausserhalb der Bauzonen

1.2.1 in Landwirtschafts-, Freihalte- und Reservezonen

1.2.2 im Wald oder im Bereich einer Rodungsbewilligung (vor der Festsetzung einer Nutzungszone)

1.2.4 in Erholungszonen, wenn Vorhaben nicht dem Zweck entspricht

1.3 im Waldabstandsbereich

1.3 innerhalb der Waldabstandslinie bzw. wo keine solche festgesetzt ist innerhalb eines Waldabstandes von 15 m

1.4 im Bereich von Natur- und Heimatschutzobjekten

(1.4.1) im Geltungsbereich einer überkommunalen Schutzanordnung oder im Geltungsbereich eines überkommunalen Inventars betreffend
1.4.1.1 Naturschutz (inkl. Bundesinventare der Hoch- und Flachmoore und der Auengebiete)
1.4.1.2 Landschaftsschutz im Geltungsbereich einer überkommunalen Schutzanordnung
1.4.1.3 Landschaftsschutz im Geltungsbereich eines überkommunalen Inventars
1.4.1.4 Ortsbildschutz
1.4.1.5 Denkmalpflege
1.4.1.6 Archäologie

1.4.2 im Nahbereich von Ufervegetation und im Bereich von Lebensräumen geschützter Pflanzen und Tiere, soweit bekannt

1.5 in Bezug auf Grundwasser

1.5.1 in einer Grundwasserschutzzone, sofern das Schutzwasserreglement eine kantonale Bewilligung vorschreibt, oder in einem Grundwasserschutzareal.

1.5.2 Nutzung von Grund-, Quell- und Drainagewasser (Konzessionsverfahren unter Einschluss der baurechtlichen Bewilligung)

1.5.3 Einbauten in Grundwasserträger unter dem höchsten Grundwasserspiegel im Gewässerschutzbereich Au

1.6 in Bezug auf Oberflächengewässer

1.6.1  Bauen in der Nähe von Gewässern

1.6.2 bauliche Veränderung eines Oberflächengewässers

1.6.3 Nutzung eines Oberflächengewässers (Konzessionsverfahren unter Einschluss der baurechtlichen Bewilligung):

1.6.4 Vorhaben auf Konzessionsland / Landanlagen (Zürichsee)

1.6.5 in einem Hochwassergefahrenbereich

1.7 in Bezug auf belastete Standorte

1.7.1 in einem Perimeter gemäss Kataster der belasteten Standorte

1.7.2 in einem Perimeter mit biologischen Belastungen (Asiatische Staudenknöteriche, Essigbaum)

1.8 in Bezug auf Bodeneingriffe ausserhalb Bauzonen

Bodenauftrag, Bodenabtrag oder Bodenverbrauch (durch Buaten und Anlagen) 

1.8.1 auf mehr als 500 m2 Fläche

1.8.2 auf mehr als 5000 m2 Fläche