Boden-, Natur- & Gewässerschutz

Veranstaltungen auf der grünen Wiese? Boden schützen!

Bodenschutzplatten an einer Veranstaltung
Quelle: Mutterkuh Schweiz

Boden ist Lebensgrundlage für Menschen, Pflanzen und Tiere. Er entsteht in sehr langen Zeiträumen, ist nicht vermehrbar und kann durch unsachgemässer Umgang dauerhaft geschädigt oder gar zerstört werden. Das eidgenössische Umweltschutzgesetz verlangt daher, Böden vor lästigen oder schädlichen Einwirkungen zu schützen. Bei Freizeitveranstaltungen ist meist primär dafür zu sorgen, dass Böden vor Verdichtungen durch Befahren geschützt werden, gegebenenfalls sind Rekultivierungen erforderlich und angepasste Massnahmen insbesondere bei nassen Böden. Eine entsprechend sachgerechte Planung ist keine Hexerei und trägt zum Erfolg der Veranstaltung insgesamt bei. Untenstehende Verweise helfen dabei. Bei grösseren Veranstaltungen ist der Beizug einer Boden-Fachperson angezeigt. 

Der Natur den notwendigen Schutz gewähren

Greifenseelauf 2016
Quelle: PPR Media Relations AG, Sebastian Schneider

Veranstaltungen können zu negativen Auswirkungen auf Naturschutzgebiete führen. Bei Veranstaltungen in oder im Nahbereich von überkommunalen Naturschutzgebieten ist daher eine Beurteilung durch die Fachstelle Naturschutz nötig. Was unter Nahbereich zu verstehen ist, hängt in erster Linie davon ab, mit welchen Auswirkungen (z.B. Lärm, Licht, Abfall) auf die Schutzgebiete zu rechnen ist.
Ebenfalls müssen Veranstaltungen, welche in den Wasser- und Zugvogelreservaten von nationaler oder internationaler Bedeutung (Greifensee, Pfäffikersee und Neeracherried) durchgeführt werden sollen, sorgfältig geprüft werden. Eine allfällige Durchführung ist nur mit einer kantonalen Bewilligung erlaubt.
 

Planen Sie eine Veranstaltung in oder im Nahbereich von oben genannten Schutzgebieten?

Nehmen Sie frühzeitig mit der Fachstelle Naturschutz Kontakt auf und klären Sie, ob die geplante Veranstaltung grundsätzlich durchführbar ist und falls ja, unter welchen Bedingungen. Falls eine kantonale Beurteilung für die Bewilligung Ihrer Veranstaltung notwendig ist, wird diese durch die Gemeinde eingeholt.

Planen Sie eine Veranstaltung am Waldrand oder im Wald?

Das Merkblatt "Veranstaltungen im Wald" (ALN, 2017) informiert über das korrekte Vorgehen und das Bewillgungsverfahren.  

Gewässer und Grundwasser schützen

Beim Umgang mit flüssigen Stoffen ist an Veranstaltungen besondere Vorsicht geboten. Erfolgt dieser nicht korrekt, können umweltgefährdende Flüssigkeiten (z.B. Frittieröl, Benzin) in den Boden gelangen und das Grundwasser oder auch nahe liegende Gewässer verschmutzen. Besonders in Grundwasserschutzzonen braucht es entsprechende Massnahmen. Je nach Schutzzone ist zudem eine kantonale Beurteilung notwendig (siehe Gesuchsformular). 

Bei Veranstaltungen im oder am Wasser ist zudem frühzeitig das AWEL, Abteilung Wasserbau zu kontaktieren, um abzuklären, ob eine geplante Veranstaltung überhaupt an dieser Lage durchführbar ist. Zudem ist - wie im Gesuchsformular verlangt - zu klären, ob eine Bewilligung notwendig ist.

Nautische Veranstaltung benötigen zudem eine Bewilligung der Seepolizei (siehe Merkblatt unten).