Für die einen ist es Musik, für die anderen Lärm

Bei einer Veranstaltung sind sowohl die Nerven der lärmbetroffenen Nachbarschaft wie auch das Gehör der Besucherinnen und Besucher zu schützen. Auch bei der Installation von Laseranlagen ist Vorsicht geboten. Zudem ist die Lichtverschmutzung möglichst klein zu halten. All dies erfordert geeignete Massnahmen.

Lärm für Nachbarschaft begrenzen

Comic Nachbarschaftslärm

Geräusche umgeben uns rund um die Uhr. Sie stören uns vor allem an Orten, wo wir sie nicht erwarten und zu Zeiten, wo wir uns Ruhe erhoffen. Eine frühzeitige und umfassende Information der lärmbetroffenen Nachbarschaft ist deshalb zentral für die Akzeptanz einer Veranstaltung.

 

 

Dem Veranstalter stehen verschiedene betriebliche und technische Massnahmen zur Verfügung, um die Lärmemissionen zu begrenzen:

betrieblich: Wahl eines alternativen Veranstaltungsortes, Einschränkung Betriebszeit, Beschränkung Teilnehmerzahl, Einsatz eines Ordnungsdienstes, Verzicht auf unterhal-tungsmässige Beschallung mit Musik usw.

technisch: Ausrüstungsvorschriften (z.B. Verwendung von Schalldämpfer, Elektro- anstatt Benzinmotor), Abschirmung mittels mobilen Lärmschutzwänden, Beschallungskonzept usw. 

Publikum vor lauter Musik und schädlichem Laserlicht schützen

Um das Publikum vor schädlichem Laserlicht und gehörschädigendem Schall zu schützen, gilt es die Anforderungen der Schall- und Laserverordnung (SLV) umzusetzen. So ist die Lautstärke ist bei allen Veranstaltungen mit Musik zu messen und zu überwachen. 

Meldepflicht ab 93 Dezibel

Plakat zum Thema Gehörschutz

Veranstaltungen ab 93 Dezibel müssen der Fachstelle Lärmschutz gemeldet werden. Bei Lautstärken ab 93 Dezibel bis zur erlaubten Maximallautstärke von 100 Dezibel sind unter anderem das Publikum über die Schallbelastung zu informieren und gratis Gehörschützer abzugeben. Die Beauftragung einer erfahrenen Veranstaltungstechnikfirma im Beschallungsbereich erleichtert die Einhaltung der SLV.

Hinweis: Die Gemeindebehörde, welche die Veranstaltung bewilligt, kann zum Schutz der Nachbarschaft tiefere Schallpegel-Grenzwerte oder zeitliche Einschränkungen der Veranstaltung vorschreiben.

Meldepflicht von Laseranlagen

Der Betrieb von Laseranlagen ist immer meldepflichtig. Design, Installation und Betrieb einer Laseranlage sind durch erfahrene und gut ausgebildete Personen vorzunehmen.

Lichtverschmutzung vermeiden

Die künstliche Beleuchtung von Aussenräumen in der Nacht verursacht beim Menschen Schlafstörungen und stellt für empfindliche Ökosysteme einen erheblichen Stressfaktor dar, der zur Verdrängung lichtempfindlicher Arten führen kann. Auch bei Veranstaltungen lässt sich bereits durch einfache Massnahmen die Lichtverschmutzung deutlich reduzieren, zum Beispiel durch die Vermeidung himmelwärts gerichteter Strahler sowie die zeitliche Begrenzung der Beleuchtung. Weitere Möglichkeiten zur Begrenzung von unnötiger nächtlicher Beleuchtung können Sie dem Merkblatt «Lichtverschmutzung vermeiden» entnehmen.