Zürcher Umweltpraxis Nr. 88: Bewusster Konsum – der Umwelt zuliebe

27.06.2017 - Medienmitteilung

Zurück zu Aktuell

Titelbild ZUP 88

Nicht weniger als 2,5 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in der Schweiz jährlich verschwendet. Das schadet der Umwelt und den Menschen. Bereits kleine Massnahmen können diesen sogenannten «Food Waste» vermindern. Auch durch bewusste Entscheidungen beim Kauf von Lebensmitteln kann die Umweltbelastung minimiert werden. Welche Bestrebungen der Kanton Zürich diesbezüglich macht, erfahren Sie in der neusten Ausgabe der «Zürcher Umweltpraxis» (ZUP).

Die Themen der ZUP Nr. 88

Abfall: Food Waste direkt in den Gemeinden vermeiden

Gemeinden können bei der Sensibilisierung in Sachen Food Waste eine Schlüsselrolle einnehmen. Der Leitfaden «No Waste, Let’s Taste» liefert dafür Fakten und Vorschläge.

Konsum: Wie wir durch Ernährung die Umwelt beeinflussen

Die Ernährung trägt rund einen Drittel zur Umweltbelastung durch den Konsum bei und ist damit noch bedeutender als die Faktoren Wohnen und Mobilität. Ein bewusstes Kaufverhalten halbiert diese Belastung. Mit einer neuen Toolbox können Städte und Gemeinden ihrer Bevölkerung die Umweltrelevanz der Ernährung vermitteln.

Konsum/Wasser: Weniger Wasser auf dem Teller

In den Lebensmitteln versteckt sich viel Wasser, das zur Produktion eingesetzt worden ist. Beispielsweise braucht es 15’000 Liter Wasser, um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren. Durch bewusste Kaufentscheidungen kann der «Wasser-Fussabdruck» verringert werden.

Abfall: Wie begehrt sind Kompost-Produkte?

Für die «Entsorgung» biogener Abfälle muss eine Gebühr bezahlt werden. Wie aber verkaufen sich die daraus in Kompostier- und Vergäranlagen erzeugten Produkte? Und welche Massnahmen könnten Marktwert und Ertrag steigern?

Luft/Landwirtschaft: Abdeckung vermindert Ammoniak-Emissionen

In der Landwirtschaft entsteht aus den Ausscheidungen der Tiere Ammoniak. Der darin enthaltene Stickstoff gelangt durch die Luft in Vegetation und Böden, was schädliche Auswirkungen auf empfindliche Ökosysteme hat. Neue Güllelager müssen daher ab 2018 im Kanton Zürich abgedeckt werden. Dadurch können die Ammoniak-Emissionen deutlich verringert werden.

Luft/Verkehr: Zu hohe reale Fahrzeugemissionen bei Dieselmotoren

Der Kanton Zürich misst in Gockhausen seit bald 20 Jahren die Schadstoffkonzentration im Abgas vorbeifahrender Fahrzeuge. Anders als bei Prüfstandsmessungen werden dabei die Emissionen im realen Verkehr erfasst. Diese Messungen offenbaren unter anderem das Ausmass von Manipulationen und legalen Tricks, mit denen die Abgasnormen umgangen werden können.

Luft/Strahlung: Strahlung von Mobilfunkanlagen richtig prüfen

Im Kanton Zürich stehen an rund 3000 Standorten Mobilfunkanlagen. Die Bewilligung der Anlagen liegt bei den politischen Gemeinden. Diese müssen auch überprüfen, ob die Grenzwerte für nichtionisierende Strahlung (NIS) eingehalten werden. Dazu bietet der Kanton fachliche Unterstützung an.

Naturschutz: Intakte Natur bedeutet Lebensqualität

Die Ziele des Naturschutz-Gesamtkonzepts für den Kanton Zürich sind zur Hälfte erreicht. Bis 2025 fokussiert der Kanton nun auf fünf Schwerpunkte, um die kostbaren Naturlandschaften und die gefährdeten Arten noch effektiver zu schützen. Denn eine intakte Natur trägt wesentlich zur hohen Lebensqualität bei. Zudem schafft und erhält das in den Naturschutz investierte Geld zahlreiche Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in verwandten Branchen.

Umweltdaten: Wie die Zürcher Bevölkerung bis 2040 wächst

Der Kanton Zürich ist attraktiv als Arbeits- und als Wohnort: Seine Bevölkerung wächst im Schnitt rund 1,5 Prozent pro Jahr. Das Wachstum wird, wenn auch etwas abgeschwächt, in der näheren Zukunft weiter anhalten. Damit steigt aber der Druck auf die Landschaft.

Umweltdaten: Woher die Preise von Wohnbauland kommen

Die Preise für Wohnbauland sind im Zentrum der Stadt Zürich rund zehnmal höher als im Tösstal. Warum das so ist und wovon die Zahlungsbereitschaft für Boden abhängt, zeigt ein neues Bodenpreismodell des Statistischen Amts.

Biosicherheit: Mehr erfahren über Tigermücken und Buschmücken

Diese zwei Stechmückenarten, die ursprünglich nicht bei uns heimisch sind, haben sich in den letzten Jahren in der Schweiz ausgebreitet. Der Kanton will darum mehr über die Verbreitung und das Verhalten der Tiger- und der Buschmücke im Kanton Zürich erfahren und darüber, wie man ihre Verbreitung eindämmen kann.

Mehr zum Thema

Über die «Zürcher Umweltpraxis» (ZUP)

Die ZUP ist das Informationsbulletin aller in den Umweltschutz involvierten Ämter und Fachstellen des Kantons Zürich. Mit aktuellen Informationen im Umweltbereich sowie verschiedenen Tipps aus der Praxis bildet die ZUP eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Die ZUP erscheint drei- bis viermal im Jahr und richtet sich an Behörden der Zürcher Gemeinden, Medien sowie an alle im Umweltbereich tätigen und an Umweltthemen interessierten Personen und Organisationen.
Die «Zürcher Umweltpraxis» ist kostenlos erhältlich bei der Koordinationsstelle für Umweltschutz, Postfach, 8090 Zürich, Telefon 043 259 24 17. Die aktuelle Ausgabe der ZUP und das Archiv aller bisher erschienenen Beiträge, Themenhefte sowie Themenschwerpunkte finden Sie unter www.bd.zh.ch/zup.

(Medienmitteilung der Baudirektion) 

Zurück zu Aktuell