Regierungsrat bewilligt rund 6,3 Millionen Franken für Sanierung der Klosterkirche und der Klostermauern in Rheinau

15.02.2012 - Medienmitteilung

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Risse, Schäden und Schimmelpilze gefährden den Decken- und Wandschmuck in der Klosterkirche Rheinau.

Risse, Schäden und Schimmelpilze gefährden den Decken- und Wandschmuck in der Klosterkirche Rheinau. Der Regierungsrat hat einen Betrag von 4,875 Millionen Franken für die Innenraumsanierung der Kirche gesprochen. Auch die Klostermauern auf dem Rheinauer Festland befinden sich in einem schlechten Zustand. Für deren Instandsetzung hat der Regierungsrat einen Betrag von
1,436 Millionen Franken bewilligt.

Der Verputz, die Fresken und die Stuckaturen an der Decke und den Wänden der Klosterkirche Rheinau weisen deutliche Schäden auf. Es besteht die Gefahr, dass sich einzelne Teile lösen und herunterfallen. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass sich im Innenraum der Kirche Schimmelpilze gebildet haben. Um den kulturhistorisch wertvollen Decken- und Wandschmuck zu erhalten und zu verhindern, dass Besucher durch herunterfallende Verputzstücke verletzt werden, saniert das kantonale Hochbauamt den Innenraum der barocken Kirche.

Verbesserung des Raumklimas soll künftig Schimmelpilze verhindern

Ziel der Sanierung ist einerseits, die Stuckaturen, den Verputz und die Fresken zu sichern. Andererseits soll durch die Anpassung der Belüftung das Raumklima in der Kirche verbessert werden, damit sich in Zukunft möglichst keine Schimmelpilze mehr bilden. Weil die Kirche zudem den feuerpolizeilichen Auflagen nicht mehr genügt, werden die Brandschutzmassnahmen angepasst und ein zweiter Ausgang in den Klosterhof erstellt. Der Regierungsrat hat dafür einen Betrag von 4,875 Millionen Franken bewilligt.

Da die Kirche nicht geheizt ist, können die Instandsetzungsarbeiten an den Stuck- und Putzflächen sowie den Fresken nur zwischen April und Oktober erfolgen. Deshalb werden die Bauarbeiten über die Jahre 2012 bis 2014 verteilt. Der Kirchenbetrieb ist während der gesamten Bauphase mit Einschränkungen weiterhin möglich.

Klostermauern auf dem Festland sind beschädigt und teilweise instabil

Das ehemalige Kloster Rheinau umfasste nicht nur die Insel im Rhein, sondern auch Gebäude und Grundstücke auf dem angrenzenden Festland. Die Mauern, die den Besitz des Klosters auf dem Festland begrenzten, sind in ihrer gesamten Länge von rund 1,6 Kilometern von denkmalpflegerischer Bedeutung und prägend für das Ortsbild von Rheinau. Sie befinden sich heute in einem schlechten Zustand und müssen durch das Hochbauamt saniert werden.

Bei der letzten Instandsetzung der Klostermauern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Mauerabdeckungen aus Stein durch die damals üblichen Zementplatten ersetzt. Diese sind heute in weiten Teilen beschädigt. Das eindringende Regenwasser führte zu Folgeschäden im Gefüge des Mauerwerks. Zudem wurde ein Grossteil der Mauern ohne Fundamente erstellt. Geländeaufschüttungen in angrenzenden Grundstücken haben deshalb dazu geführt, dass die Mauern teilweise gefährliche Neigungen aufweisen.

Die Arbeiten werden in drei Etappen in den Jahren 2012 bis 2014 durchgeführt und von der Denkmalpflege und der Archäologie begleitet. Der Regierungsrat hat dafür einen Betrag von 1,436 Millionen Franken bewilligt.

Kein Zusammenhang mit der Neunutzung der Klosterinsel

Die Sanierung der Klosterkirche und der Klostermauern steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Neunutzung der Klosterinsel Rheinau. Zu diesem Projekt wird dem Kantonsrat voraussichtlich im ersten Quartal 2012 eine kombinierte Kredit- und Richtplanvorlage unterbreitet. Ziel ist es, mit den Bauarbeiten für die Neunutzung im Herbst 2012 beginnen zu können.


Die Regierungsratsbeschlüsse Nr. 106/2012 und Nr. 126/2012 sind unter www.rrb.zh.ch verfügbar.



Risse, Schäden und Schimmelpilze gefährden den Decken- und Wandschmuck in der Klosterkirche Rheinau.

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(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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